11.05.2021 – Lesung Tag der verbrannten Bücher / Stefan Zweig

Michael Stacheder, Lesung 11.05.2021

Am 11.05.2021 / 19.30 Uhr / Zoom – Online          Mehr Information zu Michael Stacheder HIER

Das Veranstaltungsticket kostet € 10,00 pro Person. Mit dem Eintritt werden Arbeitsplätze im Kunst-, Kultur- und Veranstaltungsbereich unterstützt. 

Anlässlich der Erinnerung an die Bücherverbrennungen von 1933 organisiert der Verein Mut & Courage Bad Aibling e.V. 2021 bereits zum dritten Mal eine Lesung, bei der wieder ein Werk aus der Reihe der „Verbrannten Bücher“ in den Mittelpunkt gestellt wird. Sie findet am 11.05.2021 um 19.30 Uhr online (Zoom) statt.

In diesem Jahr wird Regisseur und Schauspieler Michael Stacheder dem Publikum drei ausgewählte Erzählungen von Stefan Zweig präsentieren. Stefan Zweig zählte ebenfalls zu den verfemten Schriftstellern, welche die Nationalsozialisten 1933 verboten und dessen Bücher öffentlich verbrannt wurden. 2019 las Michael Stacheder bereits aus der berühmten Stefan-Zweig-Autobiografie „Die Welt von Gestern“. Dieses Jahr wird er mit den Erzählungen „Die unsichtbare Sammlung – Episode am Genfer See – Buchmendel“ seine Beschäftigung mit dem „großen Europäer seiner Zeit“ fortsetzen.

In seinen bisherigen Inszenierungen hat sich Michael Stacheder bereits mehrmals mit dem Terror des Nationalsozialismus auseinandergesetzt. Sein Engagement gilt bereits seit mehreren Jahren der Erinnerungskultur. So initiierte er 2018 zum ersten Mal in Bad Aibling die Max-Mannheimer-Kulturtage. Der Verantwortung für die Gegenwart und Zukunft bewusst, besucht er mit seinen Lesungen Schulen, Kulturhäuser und andere Bildungseinrichtungen, um an die Zeit des Nationalsozialismus und an dessen Folgen zu erinnern.

Wie kam es zur Bücherverbrennung am 10. Mai 1933? Warum wurden die Bücher systemkritischer Autoren verbrannt und die Meinungsfreiheit zensiert? In vielen deutsche Städten warfen Studenten, Bibliothekare, Professoren und SA-Leute in einer gespenstischen Feierstunde die Bücher in das Feuer. Die Verbrennung war als „Aktion wider dem undeutschen Geist“ angekündigt. Klassiker wie Kästner, Mann, Tucholsky, Zweig, Brecht und Remarque wurden den Flammen überlassen. Zuerst wurden Bücher verbrannt. Dann kam es zur Massenvernichtung von Menschen in Deutschland. Das Erinnern an diese Zeit soll nicht beschuldigen aber sich mit geschichtlichen Fakten auseinandersetzen. Dieser Hass und das daraus resultierende Leid soll keinen Platz mehr in der deutschen Geschichte bekommen.

Stefan Zweig wurde 1881 in Wien geboren und war einer der meistgelesenen Schriftsteller seiner Zeit. Er schied im Exil 1942 freiwillig aus dem Leben. Stefan Zweigs Visionen von einem geeinten Europa, einer friedlichen und demokratischen Welt hat auch heute nichts an Aktualität eingebüßt.

Der Veranstalter ist der Verein Mut & Courage Bad Aibling e.V. Dieser wurde 2010 gegründet und engagiert sich seitdem für mehr Toleranz, Respekt und Courage in der Gesellschaft mit anderen Worten für eine „bunte“ Gesellschaft. Demokratie basiert auf respektvoller lebendiger Teilhabe der Bürger und fokussiert sich auf den Schutz der Menschenwürde. Die damit verbundene Meinungsfreiheit ist ein schützenswerter Bestandteil einer freiheitlichen demokratischen Grundordnung.

Bitte geben Sie ihren Namen und Vornamen mit vollständiger Adresse an. Das Ticket kostet € 10,00 pro Person. Die Bankverbindung erhalten Sie mit der Anmeldungsbestätigung. Den personalisierten Link zur Zoom-Veranstaltung erhalten Sie per E-Mail am Vormittag der Lesung, wenn das Ticket bezahlt wurde.  Anmeldung: info @ muttutgut.org oder +49 -162 -4860912    Mit dem Eintritt werden Arbeitsplätze im Kunst-, Kultur- und Veranstaltungsbereich unterstützt.                           

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenfeindliche Äußerungen in Erscheinung treten, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

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